Zionskirche Worpswede
Kammermusik für Querflöte und Klavier
Werke von Mel Bonis, Marc Berthomieu,
Jules Mouquet, Camille Saint-Saens
Ricarda Streckel, Querflöte
Anna Avzan, Klavier
Vier französische Komponistenpersönlichkeiten,
zwei Instrumente und ganz unterschiedliche Vorstellungen von musikalischem Ausdruck begegnen uns am kommenden Sonntag in der Zionskirche.
Camille Saint-Saëns (1835-1921) orientierte sich innerhalb der romantischen Musiksprache an klassischen Idealen von Form und Proportion. Als Mitbegründer der Société nationale de musique setzte er sich seit 1871 zugleich dafür ein, zeitgenössischen französischen Werken ein eigenes Konzertforum zu schaffen. Sie bot ihnen damit eine wichtige und seltene Möglichkeit, auch neue und noch unveröffentlichte Kompositionen einem Publikum vorzustellen.
Mel Bonis (1858-1937) verbindet in ihrer Kammermusik eine spätromantische Tonsprache mit der Offenheit für neuere kompositorische Mittel, ohne die Bindung an Tonalität und überlieferte Formen aufzugeben. Gerade ihre Werke mit Flöte zeigen eine bemerkenswerte stilistische Spannweite, die von romantischer Ausdrucksfülle über musikalische Naturbilder bis zur bewussten Aufnahme barocker Gestaltungsmuster reicht.
Jules Mouquet (1867-1946) gehörte zu jener Generation französischer Komponisten, die das Repertoire der modernen Flöte um 1900 entscheidend erweiterten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lehrte Mouquet als Professor für Harmonielehre am Pariser Conservatoire. Sein kompositorisches Schaffen wurde vor allem von der Spätromantik und dem Impressionismus geprägt.
Bei Marc Berthomieu (1906-1991) lebt die französische spätromantische Tradition im 20. Jahrhundert weiter, bereichert durch impressionistische Klangfarben und neoklassizistische Einflüsse. Die Flöte ist eines seiner bevorzugten Instrumente.
Eintritt frei
Es wird um eine Spende gebeten